Nur mal kurs die Welt der Affen retten - von zuhause aus und ohne Geld!

Blogbeitrag zur 80. Folge des Podcasts Affenzrikus.

Freiwilligenarbeit im Ausland mit Affen – Michi Schreiber in Südafrika

Nicht jeder kann und will ans andere Ende der Welt fliegen, um vor Ort Primaten zu schützen. Aber Tierschutz muss auch gar nicht so kompliziert oder teuer sein. Es geht auch viel leichter. Wie Du mal kurz die Welt rettest und welche drei Tipps Du direkt anwenden kannst, teile ich im heutigen Blogbeitrag mit Dir.


62 % aller Primaten sind bedroht – viele sogar vom Aussterben. Der Hauptfaktor für diese Entwicklung ist der weltweite Lebensraumverlust der Primaten durch den Abbau von Edelmetallen in Mienen, die Landwirtschaft und das Abholzen ihrer Lebensräume. Wie Du diesen Entwicklungen entgegenwirken kannst, erfährst Du jetzt:

Freiwilligenarbeit im Ausland mit Affen – Michi Schreiber in Südafrika

 1.     Edelmetalle – Spende Dein Handy
Vor allem Gorilla in Zentralafrika leiden unter dem Abbau von Edelmetallen im tropischen Regenwald. Straßen werden durch ihre Lebensräume gezogen, Mienen gebaut und die Tiere als Abendessen genutzt. Damit weniger Rohstoffe benötigt werden, ist es wichtig, dass so viel wie möglich recycelt wird und Technik nicht einfach im normalen Müll landet.

Was Du nun aber direkt tun kannst: Hast Du noch ein altes Handy in der Schublade oder einen funktionsfähigen alten Laptop? Sende Dein Handy gern bei ProWildlife ein oder spende Deinen alten PC, damit die Geräte wiederverwertet werden können oder so lange genutzt werden, bis sie nicht mehr funktionieren.

2.     Landwirtschaft – Kaufe tierfreundlich
Aber was ist tierfreundlich? Ein wichtiger Punkt ist tatsächlich eine Ernährung, in der Du Deinen Fleischkonsum reduzierst oder Dich vielleicht sogar für vegetarische/vegane Alternativen entscheidest. Denn für Tierfutter auf Sojabasis werden in afrikanischen, asiatischen und lateinamerikanischen Ländern wichtige Lebensräume abgeholzt. Ich weiß, dass nun viele einwerfen, dass Veganer auch Soja essen, jedoch landen rund 90 bis 95 % des dort angebauten Sojas in der Futtermittelindustrie (scienceorg.at). Somit wird Soja quasi zu Fleisch. Gleiches gilt für Palmöl. Die Monokulturen, in denen das Palmöl angebaut wird, zerstören Regenwälder und sorgen für ein weltweites Artensterben. Die Devise lautet daher: regional, fleischreduziert und ohne billiges Palmöl.
Ein weiterer Aspekt, der beim Schutz von Primaten zudem unbedingt beachtet werden sollte, ist der Kauf von Kokosprodukten. Kokosmilch, Kokoswasser und vieles mehr wird häufig von Affen geerntet. Die Tiere werden dazu aus der Wildnis entrissen, gezüchtet, gewaltsam trainiert und angekettet. Dabei ist „affenfreundlich“ nicht gleich teuer. Die Hausmarke von Lidl hat schriftlich zugesichert, nur Kokosprodukte zu vertreiben, die nicht von Affen geerntet wurden.

Was Du nun aber direkt tun kannst: Kaufe regional, installiere Dir eine Palmöl-App und entscheide Dich beim Kauf von Kokosmilch für eine der folgenden Marken: Lidl Eigenmarken, VIolife, Biogreno, Kara, Veganleben und Lucy Bee.

3.     Abholzung – exklusive Möbel
Das Eigenheim soll schön, wohnlich und so sein, dass Du Dich wohl fühlst. Dennoch sollte das nicht den Lebensraum von Tieren kosten. Tropenhölzer wie Teak, Bongossi oder auch Zebrano tun jedoch genau das. Achte daher beim Kauf auf heimische Hölzer, denn auch wenn Tropenholz robuster ist, so macht das Abholzen, der Transport und damit der ökologische Fußabdruck es zu der weniger umweltfreundlichen Variante – vor allem für Primaten.

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